Freitag, 27. April 2012

Gelesen: Die Entbehrlichen

Nur kurz nachdem ich mir das Buch "Die Entbehrlichen" von Ninni Holmqvist gekauft hab, war es auch schon wieder ausgelesen. In einem Kaufhaus lag es heimlich zwischen anderen Büchern in der Mängelexemplar-Kiste und ich hab ihm zuerst keine Beachtung geschenkt. Am selben Abend wurde es mir noch im Amazon vorgeschlagen! Zufall? Ich hab es dann jedenfalls am nächsten Tag sofort geholt!

Kurzbeschreibung
In einer Gesellschaft, die nur auf ihre produktivsten Mitglieder setzt, gehört Dorrit Wegner zu den "Entbehrlichen". Allein lebend und ohne Kinder muss sie sich an ihrem fünfzigsten Geburtstag in ein Sanatorium einweisen lassen, das nur einem Zweck dient: die hier wohnen, haben sich für psychologische Tests und Organentnahmen zur Verfügung zu stellen. Dabei sollen Luxus und Komfort den "Entbehrlichen" die Endzeit ihrer Existenz so angenehm wie möglich machen. Auch Dorrit fügt sich scheinbar widerspruchslos in ihr neues Leben, bis sie einem Menschen begegnet, der ihr alles bedeutet.

Schon das Cover hat es mir absolut angetan! Eine wirklich wunderhübsche Frau! Aber auch die Geschichte hat mich sehr interessiert und ich wurde nicht enttäuscht. Das Buch war wirklich schnell zu lesen und angenehm geschrieben. Mir fiel es nur schwer, mich in eine 50 Jahre alte Frau hineinzuversetzten und hatte oft das Bild einer jungen Frau im Kopf! Das Bild einer solchen, zukünftigen Welt ist doch beeindruckend und erdrückend zugleich!

Ein wirklich interesanntes Buch und für 2,95€ wirklich kein Fehlkauf.

Gestern Abend ist mir eingefallen, woran mich dieses Buch so sehr erinnert! Ich studiere Philosophie und im Rahmen der praktischen Philosophie wird die Teildisziplin Utilitarismus behandelt. Ein bekanntes Beispiel im Utilitarismus lautet: Ein Sportler geht zu einer Vorsorgeuntersuchung ins Krankenhaus. Er ist kerngesund. Im selben Krankenhaus befinden sich aber fünf weitere Patienten, die alle auf ein (unterschiedliches) Spenderorgan warten. Darf man nun den einen Mensch (den Sportler) opfern, um die fünf anderen Patienten zu retten?! Kurzum wäre es laut Utilitarismus in Ordnung, da ein einzelner Mensch weniger "wiegt", wie fünf andere Menschen!

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